Straßengemeinschaft Einsiedler


Direkt zum Seiteninhalt

Fuchsiensammlung

Hobbys

Offene Gartenpforte auf der Dahlener Heide
Bericht und Bilder
von Hildegard Rögels-Graf


„Wie kommt man zu so viel Fuchsien ?“ fragen die Leute, wenn sie an Tagen der „Offenen Gartenpforte“ durch meinen Garten wandeln. Ja, wie kam ich dazu? Im Jahr 1994 wurde ich pensioniert – endlich Zeit für mein Hobby Garten, denn den liebte ich schon immer. So interessierte mich in der RP eine Einladung zu einer Fuchsienschau im Botanischen Garten. Ich war total überrascht, wie viel verschiedene Arten von Fuchsien es dort zu sehen gab, kannte ich doch nur die blau oder weiß-roten Pflanzen, die bei meiner Mutter immer auf dem Fensterbrett standen.

Hier aber war eine solche Vielfalt zu bewundern, die mich faszinierte. Eine Kübelpflanze gefiel mir besonders gut und ich wollte sie von der Ausstellerin kaufen. Das war gar nicht so einfach, aber ich konnte sie überreden, mir „die schöne Wilhelmine“ am Sonntagabend, dem Ende der Ausstellung zu überlassen. Ein weiterer Aussteller sagte mir eine Jungpflanze zu. Als ich Sonntagabend die Pflanze bei ihm abholen wollte, hatte er sie schon verkauft. Als er meine Enttäuschung sah, brach er einen Trieb an seiner Pflanze ab und meinte, wenn ich damit umgehen könne, hätte ich in einigen Wochen eine bewurzelte Fuchsie – brummte aber genervt, das klappt sowieso nicht.


Doch es klappte, und ich war vom Fuchsienvirus infiziert. So kaufte ich mir den „Fuchsienatlas“, in dem 1000 verschiedene Fuchsien in Bild und Wort dargestellt sind. So saß ich den Winter über mit meinem Atlas auf den Knien und suchte mir Pflanzen für meine Sammlung aus. Woher ich die bekommen konnte, erfuhr ich beim ersten Versammlungstermin des Fuchsienvereins „Fuchsien-Freundeskreis Grenzland“. Selbstverständlich beantragte ich auch die Mitgliedschaft in der Deutschen Fuchsien-Gesellschaft. Diese ist Deutschland jeweils auf den Bundesgartenschauen mit einer Fuchsien-Hallenschau vertreten.


Heute besitze ich ca.500 verschiedene Fuchsien. Als Gedächtnistraining dienen sie mir dadurch, dass ich sie an Blüte und Blatt mit ihrem Namen erkenne, aber auch Kraft und Ausdauer verlangen sie ihrem Halter ab, denn die Pflege ist sehr aufwendig: eintopfen in neuer Erde, die Töpfe ins Erdreich versenken, möglichst im Halbschatten, wöchentliches Düngen und Absammeln von gelben Blättern, verblühten Blüten und Samenkapseln gehören ebenso dazu, wie Spritzmaßnahmen gegen Rost und Ungeziefer.


Im späten Herbst dann werden die Fuchsien um ein Drittel zurück geschnitten und ins Winterquartier, einem beheizten Treibhaus, oder ins Holzhaus gebracht.JA, Fuchsien in der Anzahl bedeuten viel Arbeit aber auch viel Freude, wenn man sie interessierten Besuchern zeigen kann – ein Hobby, das ich hoffentlich noch einige Jahre ausüben kann.



Untermenü


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü